Zuletzt aktualisiert:

Du planst Deine nächste Reise in das karibische Curacao? Ich möchte Dir auf dieser Seite gerne meine Reisetipps weitergeben, welche ich bei meinen Reisen rund um die Insel gesammelt habe! Diese Seite wird laufend weiterentwickelt, ich versuche also laufende neue Reisetipps für Curacao hier zu veröffentlichen. Es handelt sich hierbei um meine gesammelten Erfahrungen, in die ich auch meine ganz persönliche Wertung reinlege. Um diese Seite zu finanzieren, habe ich an einigen Stellen Werbung platziert. Du erkennst sie mit einer *-Markierung. Meine Tipps sind dabei aber zu 100 % unabhängig und stammen aus meinem eigenen Interesse. Hinweis: Alle Bilder und Videos habe ich selbst gemacht und sind urheberrechtlich geschützt!

Über mich

Ich bin Tim und möchte Dir sehr gerne meine Reisetipps und Erfahrungen aus / über / für Curacao weitergeben. Ich habe mich dazu entschlossen einen persönlichen Reiseführer anzulegen, weil ich auf der Suche nach einen guten Reiseführer nur wenig Auswahl vorfinden konnte.

Wenn ich auf Curacao Urlaub mache, versuche ich so viele Abenteuer wie möglich zu erleben. Ich finde, dass Curacao einen sehr guten Mix aus Entspannung / Strandurlaub auf der einen sowie Abenteuer / Aktivitäten auf der anderen Seite bietet.

Diese Seite solltest Du viel mehr als Anregung für Deinen kommenden Trip sehen als einen durchkonzeptionierten Resieführer, wie Du ihm im Buchhandel erhältst. Ich versuche, diese Seite so oft wie möglich zu aktualisieren und weiterzuentwickeln. Bei Fragen / Anregungen schreibe mir gerne über die Email-Adresse, die Du im Impressum findest.

 

Curacao im Kurzprofil

Curacao liegt in der südlichen Karibik, kurz vor der Küste von Venezuela. Curacao gehört als souveränes Land zu den niederländischen Antillen. Vielleicht hast Du schon einmal von den ABC Inseln gehört. Curacao gehört dazu.

ABC Inseln steht nämlich für: Aruba, Curacao und Bonaire. Curacao gehört zum Niederländischen Königreich, ist aber vollständig unabhängig. Dennoch wirst Du hier auf sehr viele Niederländer treffen. Holländisch ist sogar Teil der Amtssprache.

Die Hauptstadt con Curacao ist Willemstad. Die Insel hat insgesamt etwas mehr als 160.000 Einwohner. Die Fläche beträgt 444 km². Mit dem Auto benötigt man von der einen zur anderen Seite der Insel je nach Verkehr und Straßenverhältnissen ca. 1,5 Stunden (eigener Erfahrungswert). Die Weltzeit beträgt GMT -4. Zur Sommerzeit beträgt die Zeitverschiebung für Curaçao damit -6 Stunden. Offizieller Fremdenführer: www.curacao.com

Flüge nach Curacao, Einreisebestimmungen

Da Curacao zum niederländischen Königreich gehört, fliegt man am besten und günstigsten von Amsterdam aus dorthin. Die Airlines KLM und TUI Fly Niederlande bedienen die Route täglich mehrfach. Preise für einen Hin- und Rückflug liegen außerhalb der Hochsaisons im Schnitt zwischen 380 und 600 Euro pro Person. Zur Ferienzeit muss man mit 800 Euro und mehr rechnen. Die Flugzeit beträgt je nach Richtung zwischen 9 und 11 Stunden.

Curacao hat seine ganz eigenen Einreisebestimmungen. Folgendes bedarf der Einreise nach Curacao als deutscher Staatsbürger:

  • Reisepass, der nach Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
  • Ein Rückreise- oder Weiterreiseticket bei Ankunft
  • Für Deutsche ist keine Vorlage von Impfausweis notwendig
  • Versicherungspapiere in englischer Sprache empfehlenswert
  • Online ED Card (Einreisekarte, klicke hier)

Wetter / beste Reisezeit für Curacao

Großer Vorteil: Curacao liegt außerhalb des Hurrikan-Gürtels. Somit gibt es hier keine Saison von zerstörerischen Tropenstürmen, wie bei vielen anderen Karibik-Inseln. Lediglich Ausläufer treffen Curacao hin und wieder, in Form von Regen und leichten Windböen – wenn im November oder Dezember. Somit kann Curacao bedenkenlos ganzjährig besucht werden.

Curacao ist sehr trocken. Auch das unterscheidet die Insel. November und Dezember sind mit ca. 12 Regentagen die feuchtesten Monate. In den Sommermonaten April – Juni regnet es an drei Tagen des Monats.

Die Temperaturen bewegen sich ganzjährig zwischen 29 und 32 Grad Celsius. Obwohl die Luftfeuchtigkeit meistens etwas mehr als 70 % beträgt, ist das Klima äußerst angenehm, da ständig eine frischer Meereswind herrscht.

Wenn Du mich fragst, sind die Monate Januar bis März die besten, um nach Curacao zu fliegen. In dieser Zeit sind die Flüge sehr günstig, die Insel ist nicht überlaufen und das Wetter ist sehr schön.

Übrigens: die Abende bzw. Nächste in Curacao sind auch sehr warm. Du solltest daher eine Unterkunft mit Klimaanlage in Betracht ziehen. Warme Klamotten kannst Du getrost zu Hause lassen.

Durchschnittliche Regentage in Curacao:

Januar
8,6 Tage
Februar
5,3 Tage
März - Juni
ca. 3,0 Tage
Juli - September
ca. 5,5 Tage
Oktober
7,4 Tage
November - Dezember
ca. 12 Tage

Hinweis: In den feuchten Monaten sind auch einige Mosquitos bzw. Mücken am Start. Man sollte vor allem vor den tataktiven Mücken aufpassen, da diese gerne mal tropische Krankheiten übertragen. Ich lege Dir wirklich ans Herz, einen Ungezieferschutz mitzunehmen und Dich damit einzucremen / sprühen. Ich nehme für meine Reisen in wärmere Länder IMMER Anti Brumm Mückenschutz* mit.

Durchschnittliche Sonnenstunden in Curacao:

Ganzjährig
7,8 - 9,5 Stunden

Hinweis: Wenn es in Curacao regnet, dann in aller Regel nicht den ganzen Tag, sondern schauerartig. An den als Regentag zählenden Tagen scheint dann meistens auch trotzdem die Sonne, vor und / oder nach den Schauern.

Weiterer Hinweis: Curacao liegt ziemlich dicht am Äquator. Sonnenaufgänge und  Sonnenuntergänge verlaufen somit sehr schnell. Innerhalb von wenigen Minuten wechselt es von dunkel zu hell und umgekehrt. Man hat gefühlt mehr von der Sonne, weil die Dämmerphasen nicht lange dauern. Die Sonnenuntergänge sind der Wahnsinn! Aber: aufgrund der Sonnenstellung ist die Sonne auch sehr aggressiv, von daher solltest Du wirklich aufpassen und Dich mit ausreichendem Sonnenschutz eindecken! Ich kann Dir den Nivea Sonnenschutz* von 50+ sehr empfehlen!

Wie sicher ist es in Curacao?

Die Kriminalität von Curacao ist im allgemeinen nicht so hoch wie auf anderen Karibikinseln. Touristen gelten hier als sicher. Ich selbst habe mich zu keiner Zeit besonders bedroht o.ä. gefühlt. Tagsüber ist es wie überall sicherer als in der Dunkelheit. Du solltest keine Wertgegenstände sichtbar im Auto lassen. Auch solltest Du Dich vor Taschendieben und Trickbetrügern in Acht nehmen.

Nimm auch Abstand von selbsternannten Parkplatzwächtern, die behaupten, sie hätten Dein Auto bewacht und wollen dann Geld dafür sehen – wenn Du keins gibst, werden Sie teilweise ungehalten. Lass Dich davon nicht einschüchtern. Habe ich bisher zwei Mal erlebt, also nicht so viel.

Dunkle Gassen solltest Du vermeiden, gerade wenn Du alleine bist und insbesondere in Slums. Das gilt auch für Teile Willemstads. Da Curacao immer noch ein Schmuggler-Land ist, gilt: niemals (!) Taschen und Gepäck unbeaufsichtigt lassen. Niemals fremdes Gepäck mitnehmen oder transportieren.

Meine persönliche Sicherheitseinstufung - Tagsüber
80 %
Meine persönliche Sicherheitseinstufung - in der Dunkelheit
70 %

Welche Sprachen werden in Curacao gesprochen?

Die native Sprache der Insel nennt sich Papiamento, eine Kreolsprache. Der wohl bekannteste Ausdruck dieser Sprache ist „Dushi“, was soviel wie Lebensfreude heißt. Du findest diesen Begriff an jeder Ecke der Insel. Es ist das Lebensmotto der Einwohner.

Neben Papiamento wird auch viel niederländisch gesprochen. Mit Englisch kommt man zumindest bei der jüngeren Generation der Insel sehr weit. Spanisch wird hier ebenfalls zum Teil gesprochen.  In den Tourigegenden sind viele (junge) Holländer am Kellnern oder arbeiten, die teilweise sogar Deutsch sprechen. Und im Zweifel kommt man mit Händen und Füßen ja auch weiter 😉

Währung / Geld abheben / Bezahlen in Curacao

Die Währung in Curacao sind Antillen-Gulden (1 Antillen-Gulden entspricht 0,53 Euro, Stand Dez. 2019). Abkürzung: Naf. Da in Curacao aber auch viele Niederländer leben, kann man gerade in touristischen Gegenden sogar auch manchmal in Euro bezahlen. In Willemstad, wo die Kreuzfahrer anhalten, nehmen die Läden teilweise auch US-Dollar.

Curacao ist ziemlich fortschrittlich, und so kann man insbesondere in Willemstad mit vielen Zahlungsmethoden wie EC oder Kreditkarte bezahlen. Teilweise kann man auch mit Apple Pay oder Pay zahlen. Für Strandgegenden oder abgeschiedenere Gebiete solltest Du aber immer Gulden dabei haben. Bankautomaten gibt es in Curacao überall dort, wo auch Supermärkte oder andere Zivilisation herrscht.

Übrigens: Das Trinkgeld in Restaurants erfolgt hier in Form einer Servicepauschale von etwa fünf bis 10 Prozent. Also nicht doppelt abdrücken 😉

Fortbewegung / Transport in Curacao

Eines vorweg: wenn Du planst, mit öffentlichen Verkehrsmitteln durch Curacao zu reisen, kann ich Dir den Zahn gleich ziehen. Ich habe es versucht, mehrfach. Es hat nie funktioniert. Die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse haben zwar einen offiziellen Fahrplan, aber der ist offenbar lediglich eine Art Richtschnur. Die Busse kommen, wann sie wollen. Meistens dann, wenn Du sie nicht brauchst und umgekehrt. Man muss sich nichts vormachen: wer in Curacao von A nach B kommen will, braucht einen Mietwagen. Davon gibt es in Curacao zum Glück einige Anbieter, wie Sunny Cars oder Europcar. Wichtig zu wissen:

  • buche rechtzeitig. Und damit meine ich nicht eine Woche vor Start, sondern am besten mehrere Wochen vorher.
  • Tanken ist saubillig, Benzin ca. 0,80 Euro / Liter, gelber Zapfhahn. Diesel ca. 0,50 Euro / Liter – schwarzer Zapfhahn. In Curacao bezahlt man vor dem Tanken.
  • Bei der Abnahme des Wagens beim Vermieter gilt besondere Aufmerksamkeit. Am besten das Auto aus mehreren Winkeln fotografieren. Das gleiche gilt bei etwaiger Unfalldokumentation.
  • man fährt hier rechts
  • parke das Auto niemals abgeschieden irgendwo, lasse keine Wertsachen im Auto zurück

Hinweis: Neben öffentlichen Verkehrsmitteln kannst Du auch ein Taxi nehmen. Die Preise sind mit den Deutschen vergleichbar. Uber gibt es in Curacao noch nicht.

Vegetation und Fauna

Curacao bietet eine vielfältige Vegetation. Je nachdem auf welchen Teil der Insel Du Dich befindest, kann diese teilweise sehr unterschiedlich sein. Der nordöstliche Küstenstreifen ist die windzugewandte Seite der Insel. Hier findet man eine sehr Schroffe, fast wüstenartige Landschaft vor. Der südwestliche Küstenstreifen ist dem Wind abgewandt, hier ist es deutlich grüner. Wenn es eine Pflanze gibt, die am weitesten verbreitet ist, dann ist es  der Kaktus. Daneben wirst Du auch viel Aloe Vera finden. Ich empfehle Dir auf jeden Fall einmal eine Aloe Vera Plantage zu besuchen (ich berichte weiter unten). Berühmt ist auch der Divi Divi Baum, der meistens auf Strandsand steht und oft auf Postkarten der Karibik zu sehen ist.

Die Insel ist subtropisch und hat als solche zahlreiche tropische Arten von Säugetieren, Vögeln und Eidechsen. Aber auch Kolibris, Bananenstangen, Oriolen und größere Seeschwalben, Reiher und sogar Flamingos (wo genau berichte ich später), die sich in der Nähe von Teichen oder in Küstengebieten niederlassen haben, wirst Du hier sehen. Der Trupial, ein schwarzer Vogel mit einem leuchtend orangefarbenen Unterbauch und weißen Farbfeldern an den Flügeln, ist auf der Insel und auf Curaçao verbreitet. Du wirst hier auch auf sehr viele Arten von Leguanen treffen. An Strassen, Parkplätzen und Stränden laufen sie vermehrt rum. Ich wurde beim Versuch, einen mit Aloe Vera zu füttern, gebissen (wollte er nicht, er hat einfach danebengebissen). Zum Glück übertragen sie keine nennenswerte Krankheiten, höchstens Salmonellen.

Strände in Curacao

Wer nach Curacao reist, der möchte vor allem eins: an den Strand! Und zum Glück hat Curacao da weltweit mit die schönsten von. Dich erwartet hier ein Postkarten-Panorama der besonderen Art. Weiße Strände, türkisfarbenes blaues Wasser und eine tolle Unterwasserwelt. Curacao hat dabei insbesondere zahlreiche Strände am gesamten Süd-westlichen Küstenstreifen. Was ich toll finde ist die Tatsache, dass hier jeder Strandabschnitt eine andere Besonderheit bietet und somit für jeden was dabei ist. Es gibt die ruhigen, etwas abgeschiedeneren Strände ohne viel Schnick Schnack. Es gibt allerdings auch die Strandresorts / Clubs, die alles bieten von Sonnenliegen bis hin zu Restaurants, Bars und Musik. Viele Strände sind kostenfrei nutzbar, einige hingegen verlangen auch Eintritt bzw. eine geringe Parkgebühr. Wie immer gilt: die schönsten Strände sind etwas abgeschieden und in der Regel nur mit Auto erreichbar. Im Folgenden möchte ich Dir gerne einmal meine Lieblingsstrände vorstellen:

Klein Curacao

Mein absoluter Lieblingsstrand befindet sich leider nicht wirklich auf Curacao, sondern auf der keinen „Nachbarinsel“ Klein Curacao. Von Curacao aus (meistens Jan Thiel) kann man Tagesausflüge mit Segelbooten / Katamaran machen. Die Ausflüge kosten pro Person um die 100 Euro und beinhaltet neben den Transport und Tour-Guide auch All Inclusive Versorgung mit Barbecue Buffet. Klein Curacao hat einen absolut genialen weißen Strand und perfektes Wasser. Die Insel lässt sich auch per Fuß sehr gut umrunden, plane ca. eine Stunde ein. Es gibt Wanderwege zu einem alten Leuchtturm und einem angespülten Schiffswrack. Ein beliebtes Fotomotiv. Beachte, dass Klein Curacao keine Restaurants oder ähnliches hat, es ist also ein Ort, der sich nur für wenige Stunden eignen. Deswegen ist es am sinnvollsten, eine geführte Bootstour dorthin zu machen. Für mich der Ausflug war aber jeder Cent wert! Hier einmal der Standort.

Was man beachten sollte: Du solltest Dich gut eincremen und für ausreichend Sonnenschutz sorgen. Die Schattenplätze auf der Insel sind begrenzt. Du wirst mit einem kleinen Schlauchboot vom Hauptboot zur Insel gebracht oder Du schwimmst das letzte Stück. Schildkröten schauen hier übrigens auch häufiger vorbei, sodass man diese beim Schnorcheln sehen kann.

Tipp: Du kannst auch eine super geniale Tour mit einem Power Boot zur Insel machen. Du kannst diese Tour über GetYourGuide* buchen!

Playa Porto Marie

Für mich einer der schönsten Strände der Insel. Ausreichend Parkmöglichkeiten, super Infrastruktur (WCs, Duschen, Restaurant, Bar und Tauchladen). Der Sand ist mega fein und das Wasser lädt zum langen verweilen und schnorcheln ein. Im Wasser befindet sich eine sehr gute Schwimminsel, auf der man eine Pause machen kann. Ab und zu wird man von einem Leguan besucht. Bekannteste Bewohner des Strands sind aber sicherlich Willy und Woody, zwei Schweine, die seit der Geburt hier wohnen. Sie kommen häufiger mal direkt zum Strand, kühlen sich im Wasser ab und suchen nach Leckereien der Touristen. Am besten also Deine Vorräte sicher verstauen und nicht unbedingt füttern. Nimm ein wenig Bargeld mit für das Parken, kostete glaube ich für ein Wagen um die 5 Euro umgerechnet. Hier einmal der Standort.

Playa Kanoa

Dieser Strand befindet sich auf der eigentlich sehr schroffen Seite der Insel. Playa Kanoa ist allerdings ein wenig im „Windschatten“ eingebuchtet, sodass hier die Strömung / der Wellengang nicht so stark ist. Dennoch ist der Strand auch bei Kite-Surfern beliebt. Der Strand ist meistens leer, man hat hier also zudem noch wirklich seine Ruhe. Da hier nicht so viel Trubel herrscht, kann man hier perfekt schnorcheln. Nicht selten schauen Schildkröten vorbei, aber auch viele größere Fische, die man auf der Südseite der Insel eher selten in der Nähe von Stränden sieht. Die Anfahrt ist ein wenig holprig, denn die restlichen paar hundert Meter legst Du auf einem Schotterweg zurück. Lass Dich dadurch aber nicht abschrecken. Hier ist einmal der Standort.

Sabana Westpunt / Playa Grandi

Sabina Westpunkt befindet sich am südlichen Zipfel der Insel und ist vor allem für eines bekannt und beliebt: dem Tauchen mit Schildkröten! Ich möchte zu diesem Punkt gesondert Stellung nehmen, deswegen verliere ich hier jetzt keine weiteren Punkte dazu. Der Strand selbst ist eigentlich ein Fischer-Strand, denn hier wird der gefangene Fisch noch am Ufer direkt verarbeitet (was wiederum die Schildkröten anlockt). Dem zuzuschauen ist schon interessant. Am besten kommst Du nachmittags, wenn die Fischer zurückkommen. Dann siehst du auch am wahrscheinlichsten viele Schildkröten und Fischreiher. Der Strand Playa Grandi selbst ist jetzt nicht so beeindruckend, der Sand ist eher grob bzw. steinig. Es gibt aber WCs und eine Imbiss, zudem ausreichend Parkmöglichkeiten. Wegen der Schildkröten meine Nummer 2. Hier einmal der Standort.

Playa Cas Abao

Feiner Sand und glasklares Meer. Damit lockt der Playa Cas Abao. Ein nicht so großer Strand, aber immerhin mit einer tollen Strandbar. Deinen Mojito oder Dein Bier bekommst Du hier zum fairen Preis. Direkt am Strand befindet sich auch eine kleine Tauchschule, außerdem Toiletten, Duschen und ein Kayakverleih. Ich bin hier gerne, denn zum Schwimmen und Schnorcheln eignet sich dieser Strand wirklich hervorragend. Parkplätze gibt es hier ausreichend, sodass man seinen Mietwagen hier auch ohne Probleme abstellen kann. Der Eintritt kostet 10 Naf (ca. 5,69 Euro) und eine Liege 5 Naf (ca. 2,85 Euro)  für den ganzen Tag. Schattenplätze sind hier ausreichend vorhanden! Trotz des feinen Sandes Strandschuhe für den Einstieg nicht vergessen. Hier findest Du den Standort.

Jan Thiel Beach

Mit einer super Infrastruktur und feinen Sand überzeugt der Jan Thiel Strand. Jan Thiel ist der Bereich der Insel, in dem ein Hauptteil der Touristen auf der Insel untergebracht ist. Hier gibt es einige größere Ressorts, Unterkünfte und Hotels. Dementsprechend ist der Strand auch eher kommerziell ausgerichtet. Rund um den Strand gibt es zahlreiche Bars, Restaurants und Shopping-Möglichkeiten (ein guter Supermarkt ist der Van den Tweel Supermarket) in einer Art kleinen Strandpromenade. Somit bietet sich Jan Thiel auch abends zum Verweilen an: Cocktails, Strandparties und gutes Abendessen mit Meerblick sind hier Standard (mehr dazu im Bereich Nachtleben). Mein Tipp: die Sonnenuntergänge sind hier richtig schön!

Jan Thiel ist kein Strand für Menschen, die Ruhe suchen. Hier läuft tagsüber eigentlich immer Musik. Wer auf Gesellschaft steht und gerne gute Stimmung für seinen Strandtag sucht, ist hier richtig. Auch findest Du hier nicht das gewohnte glasklare Wasser wie an den anderen Stränden, der Strand ist künstlich angelegt. Das heißt aber nicht, dass er nicht schön ist. In den vielen unterschiedlichen Strandabschnitte findest Du hier z.B. auch große Strandbetten, die Du für umgerechnet ca. 20 Euro mieten kannst.

Neben Chillen kannst Du hier auch einige Strandaktivitäten machen: Beach Tennis, Tauchen, Jetski / Bootsverleih (Blue Coast Watersports) oder auch Wellness kannst Du hier ausgiebig erleben und genießen.

Jan Thiel befindet sich im süd-westlichen Teil der Insel und ist ca. 20 bis 30 Autominuten entfernt von Willemstad. Ausreichend Platz zum Parken ist auf dem bewachten Parkplatz vorhanden. Hier einmal der Standort bei Google Maps.

Mambo Beach

Ähnlich und gar nicht weit entfernt von Jan Thiel ist der Mambo Beach. Insgesamt ein wenig kleiner, aber auch mit vielen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten ausgestattet. Der Mambo Beach Boulevard ist sogar fürs Shoppen einer der beliebtesten Spots der Insel! Mambo Beach ist gefühlt ein bisschen exklusiver als Jan Thiel, hier gibt es mehrere Beach Clubs. Viele schätzen den Strand für seinen sehr flachen Einstieg und geringeren Wellengang, was speziell für kleinere Kinder angenehmer ist. Der Strand ist ebenfalls künstlich angelegt. Wie bei Jan Thiel gilt auch hier: wer Ruhe sucht, sollte den Strand meiden. Wem es an nichts fehlen soll/darf, wird hier auf seine Kosten kommen.

Hier einmal der Standort für den Mambo Beach.

Kokomo Beach

Ein sehr malerischer Strand ist der Kokomo Beach. Berühmt vor allem als Fotomotiv mit seiner im Wasser stehenden Schaukel. Der Strand ist nicht besonders groß, aber dennoch gerade bei jüngeren Leuten sehr beliebt. Er bietet volle Infrastruktur mit WCs, Duschen, Restaurant und Bar-Bereich. Legendär sind auch die monatlich stattfindenden Moonlight-Parties.

Der Strand hat sehr geiles Wasser und man kann hier perfekt schnorcheln (schöne Korallenwelt, viele Fische). Es gibt genug Schattenplätze, Service an der Liege, Musik und ein sehr gutes Restaurant, was nie zu voll ist. Die Liegen kosten umgerechnet 3 Euro pro Tag (5 Naf). Ein Tauchtourenanbieter ist ebenfalls direkt vor Ort. Es gilt auch hier: Strandschuhe nicht vergessen!

Kokomo Beach befindet sich auf der südlichen Seite der Insel, relativ mittig. Von Willemstad brauchst Du mit dem Auto nur ca. 20-25 Minuten. Hier ist der Standort.

Weitere Strände

Eine Auflistung über weitere tolle Strände:

Schnorcheln mit Schildkröten

Einer der Highlights für mich auf Curacao ist das Schnorcheln mit den Meereschildkröten. Das kann man hier besonders gut machen. Der Ort, wo es am besten geht, ist der Playa Grandi / Sabana Westpunt bzw. Playa Piskado. Hier einmal der Standort.

Der Strand ist immer recht voll, weil sich es natürlich mittlerweile rumgesprochen hat, dass man hier viele Schildkröten sehen kann. Deswegen ist gerade im Uferbereich sehr viel los. Die Schildkröten sind allerdings alles andere als scheu. Sie haben sich im Laufe der Jahre an die Menschen hier gewohnt.

Beste Zeit: sehr gute Chancen hast Du vor allem nachmittags, wenn die Fischer zurückkehren und Fischreste ins Wasser schmeißen. Eine richtige Garantie, wie viele Schildkröten Du wann siehst, gibt es aber nicht. Meine Erfahrung ist halt nachmittags. Aber ich war noch nie hier, ohne Schildkröten gesehen zu haben.

Wie kriege ich es hin, solche Fotos zu machen: Die Fotos, die Du unten siehst, habe ich natürlich selbst gemacht. Ich bin dabei wie folgt vorgegangen: Schnorchel weiter in die Bucht raus und platziere Dich vorsichtig hinter die einfahrenden Fischerboote. Die Fischerboote nehmen während des Zurückfahrens die gefangenen Fische aus und schmeißen die Reste ins Wasser. Darauf lauern die Schildkröten. Orientiere Dich sonst auch an den Fischreiern, Pelikanen und Möwen, denn die suchen auch Fischreste. Und wo die sind, findest Du auch Schwärme von Schildkröten! Für mich war der Ausflug an dem Tag, an dem die Fotos entstanden sind, einer der eindruckvollsten Tage in meinem Leben. Ich war alleine und schwamm wie beschrieben alleine ca. 300 Meter raus. Bevor ich ins Wasser ging, habe ich den Horizont beobachtet und sah, wie sich ein kleines Fischerboot dem Strand näherte. Das Boot wurde begleitet von einer Armada an Möwen und Pelikanen, die sich immer wieder um das Boot herum ins Wasser stürzten. Ich machte mich also auf den Weg Richtung Fischerboot. Zum Glück fuhr das Boot sehr langsam, sodass ich mit meinen Flossen (selten haben sich meine Flossen* so sehr gelohnt wie auf dieser Insel, denn man ist mit Ihnen einfach deutlich schneller und kann somit viel mehr erkunden) innerhalb weniger Minuten am Boot angelangt war. Als ich ankam, waren noch keine Schildkröten in Sicht. Ich war schon etwas traurig und dachte, dass wohl keine kämen. Doch nur 2 Minuten später sah ich durch meine Schnorchelmaske aus der Dunkelheit eine Schildkröte auf mich zukommen. Plötzlich folgten aus dem Dunst zwei, drei weitere. Und dann kam der ganze Schwarm wie eine Armee hinterher und umzingelten mich direkt. Ich war gleichzeitig so aufgeregt, ängstlich und einfach fasziniert. Ich musste mir aber keine Sorgen machen. Denn die Schildkröten waren nur auf eines aus: sie wollten die Fischreste fressen. Sie störten sich gar nicht an mir. So gaben mir die Schildkröten die Chance, das Spektakel in Ruhe zu beobachten. Und das mittendrin! Die Tiere sind wahnsinnig schön und elegant, wie sie durch das Wasser schweben. Wenns ums Fressen geht, werden sie aber sehr zielstrebig und schnell. Die Schildkröten haben mir ca. 10 Minuten Zeit mit Ihnen geschenkt, bevor sie wieder gesättigt in die Dunkelheit des Meeres verschwanden.

Welche Kamera empfehle ich für die Unterwasseraufnahmen: Vom Preis-Leistungsverhältnis gibt es kaum was besseres als die GoPro Hero 8*. Sie ist von Haus aus wasserdicht und stabilisiert und liefert mit 4K Auflösung und einem ziemlich guten Lichtsensor hervorragende Unterwasseraufnahmen. Ich habe meine Bilder mit einer alten 7er gemacht und ärgere mich bis heute noch extrem, dass ich da zu geizig war. Denn insgesamt sind meine Bilder etwas unscharf und nur nach Bearbeitung mit Photoshop in Ordnung. Also, wenn Du wirklich gute Bilder machen willst, dann investiere das Geld 😉

Wie Du Dich gegenüber der Tiere verhalten solltest: Bitte fasse die Schildkröten nicht an. Respektiere sie, indem Du einen Mindestabstand von mindestens einen Meter einhältst. Schildkröten können schnappen, wenn sie sich bedroht fühlen. Beachte auch, dass Schildkröten immer wieder an die Oberfläche schwimmen, um kurz zu atmen.

Willemstad

Die Hauptstadt von Curacao ist Willemstad. Willemstad ist bekannt für seine bunten Häuser im karibischen Flair. Die Stadt ist das kulturelle Zentrum der Insel. Hier gibt es viel zu sehen: Märkte, Museen, Bars und Restaurants. Bei Deinem Curacao Trip solltest Du Dir zumindest einen Tag für Willemstad Zeit nehmen.

Punda: Punda ist die Altstadt von Willemstad und versprüht das typische Karibik-Flair in seinem Kolonialstil. Bunte Häuser, enge Gassen, Bars und Restaurants kannst Du hier voll genießen. Hier kann man sehr gut shoppen (Klamotten, Rum oder Schmuck). Banken gibt es hier ebenfalls einige. Wenn Du abends mal in eine Bar gehen willst, ist Punda auch eine gute Idee. Meine Lieblingsbar ist die 27 BAR-MUSIC-FOOD. Hier gibt es ab 22 Uhr eigentlich immer Live-Musik! Wenn Du mit dem Auto unterwegs bist, kannst Du übrigens rund um diese Tankstelle ganz gut parken (gebührenpflichtig).

Königin-Emma-Brücke: Ein architektonisches Highlight von Willemstad ist diese Brücke für Fussgänger, die Punda mit Otrabanda verbindet. Es ist eine Pontonbrücke, die schwimmt also im Wasser. Sie wird bei der Durchfahrt von Schiffen an die Seite gefahren. Das kann man sich auf jeden Fall angucken!

The Blue Curacao Experience: wer kennt ihn nicht, den Blue Curacao Likör. Der Alkohol, den es in Deutschland auch kaufen kann, wird hier hergestellt. Die Firma hat hier eine Art kleines interaktives Museum, wo man die ganzen Sorten auch kostenlos testen kann und sich sein ganz persönliches Souvenir mitnehmen kann.

Plasa Bieu (Old Market): Der alte Markt von Curacao. Hier findest Du hervorragendes und lokales Essen frisch zubereitet und zu fairen Preisen. Hier essen auch die Einheimischen. Wie wäre es mit Kaktussuppe oder Leguansuppe? Insgesamt sehr lebendig. Hier findest Du den alten Markt.

Ronde Markt (Neuer Markt): Der neue Markt von Curacao ist eine Art überdachtes Rondeel. Ebenfalls ein Makrt mit toller einheimischer Küche. Hier findest Du aber auch sehr viele Souvenirs, Gewürze und anderen Kram. Hier findest Du den neuen Markt.

Restauranttipps:
Restaurant & Café Gouverneur De Rouville
La Palma Grill
La Bohème Curaçao
Plein Café Wilhelmina

Flamingos in Curacao

Curacao ist neben den vielen Schildkröten vor allem auch für sein hohes Aufkommen an Flamingos bekannt. Neben dem Trupial zählt der Flamingo inoffiziell zum Nationaltier von Curacao, weswegen man ihn auch auf zahlreichen Souvenirs wiederfindet.

Wo kann ich am besten Flamingos sehen: Flamingos halten sich tagsüber in flachen und ruhigen Gewässern auf. In der Saliña Sint Marie (Standort hier) bei Willibrordus (oftmals auch Saliña di Jan Kok genannt) gibt es eine solche Stelle. Hier sind häufig mehrere oder eine größere Gruppe an Flamingos zu sehen. Warum? Wie der Name verrät handelt es sich bei dem Gewässer um eine ehemalige Saline. Hier wurde also Salz gewonnen. Der Salzgehalt des alten Salzsees ist hoch. Daraus resultiert ein besonders guter Nährboden für die Flamingos. Die Tiere fressen hier Algen, Schnecken und Krebse.

Wo noch: Eine Alternative zur Salina Sint Marie ist die Salina Sint Michiel (Standort hier). Manchmal vor Sonnenuntergang siehst Du auch welche an der Santa Martha Baai (Standort hier). Da ich meistens bei Jan Thiel wohne, kenne ich die Gegend hier auch ganz gut. Wenn Du um den Salzsee Jan Thiel Zoutpannen (Standort hier) spazieren gehst, findest Du auch häufig Flamingos im Wasser! Das Gute hieran ist, dass das kaum jemand kennt und man dementsprechend seine Ruhe hat!

Beste Zeit, um Flamingos zu sehen: Die Flamingos sind überwiegend zu Tageszeit zu sehen. Die Chancen stehen am besten in der Morgendämmerung oder gegen Sonnenuntergang. Sobald es Dunkel ist, verlassen die Flamingos die nährstoffreichen Seen, um in ihr sicheres Nachtquartier zu gelangen.

Interessanter Fakt: In 2012 ereignete sich ein Kraftstoffleck an einem Ölbohrer, sodass Öl in die Gewässer rund um Curacao gelang. Die Flamingos haben darauf sehr sensibel reagiert und haben sich daher in den letzten Jahren eher seltener auf der Insel blicken lassen als sonst. Mittlerweile hat sich die Lage aber wieder deutlich verbessert.

Shete Boka Nationalpark

Der Shete Boka National Park befindet sich an der rauen Nord-Ostküste von Curacao. Dieser Nationalpark grenzt an den Christoffelpark. Er erstreckt sich mehr als 10 km entlang der steinigen und felsigen Küste. Neben ausgedehnten Wanderrouten in der schroffen Wildnis dieses Inselabschnitts bieten der Park richtig spektakuläre Naturschauspiele:

Boka Tabla: dies ist eine kleine Unterwasserhöhle, die man betreten kann. Hier kann man besonders akustisch hautnah erleben, welche Kraft und Gewalt hinter der Natur steckt. Das Donnern und Krachen der Wellen ist sehr beeindruckend. Ein kleiner Weg führt Dich zu der Höhle.

Boka Pistol: dies ist keine spezielle spitz zulaufende Form der Felsenküste, die dafür sorgt, dass Wellen zusammengepresst werden und wie aus der Pistole geschossen Richtung Himmel explodieren. Diesem Naturschauspiel könnte ich stundenlang zusehen. Man kann hier richtig tolle Videos und Fotos machen. Es gibt sogar eine extra Aussichtsplattform hierfür.

Öffnungszeiten: Der Park hat täglich geöffnet von 09.00 Uhr morgens bis 17.00 Uhr abends.

Sonstige Highlights: Der Park ist gleichzeitig an einigen Stellen Ablageort für Schildkröten-Eier. Einer dieser Orte heißt Boka Brown und liegt entlang des Boka Pistole Trails.

Eintrittspreise: Der Eintrittspreis beträgt derzeit umgerechnet ca. 5,50 USD bzw. 5,04 Euro (10 Naf). Du kannst auch gegen Entgelt eine Umgebungskarte für Wanderrouten kaufen.

Was Du sonst noch beachten solltest: Vergiss nicht festes Schuhwerk dabei zu haben. Die Wege und Attraktionen sind gut ausgeschildert. Du kannst mit dem Auto innerhalb des Parks fahren und bist somit nicht gezwungen, die Wanderrouten zu gehen. Hier einmal der Standort.